Das Kapital

Seit Erscheinen seiner ersten Auflage ist das Kapital mit verschiedenen Vorworten versehen worden. Die unterschiedlichen Editionen ordnen den Text immer neu ein. Anhand dieser Kommentare lassen sich die jeweiligen gesellschaftlichen Kontexte wiederkennen und der historische Wandel der Kapital-Rezeption nachvollziehen. Was haben die Zeitgenossen in Vor- und Nachworten betont? Wie haben sie die verschiedenen Aspekte der Texte gelesen? Welche Punkte standen jeweils im Zentrum der Debatte?

Die Vorworte gehören zu den verschiedenen Ausgaben der Kapital-Bände. Einen Überblick zu den Kapital-Editionen seit 1867 gibt Thomas Marxhausen in seinem Stichwort für das Historisch Kritische Wörterbuch des Marxismus. Was hat Marx im Laufe der Zeit selbst an den von ihm herausgebrachten Auflagen des ersten Bandes geändert? Und was passierte dann mit den Editionen der Bände nach seinem Tod?

Richard Sperl beschäftigt sich allgemeiner mit der Geschichte der Herausgabe der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA). Wie ist es von Les- und Werkausgaben zu einer historisch-kritischen Edition der Werke von Marx und Engels gekommen? Unter welchen politischen, sozialen, kulturellen Bedingungen entstand und entwickelte sie sich? Wie sieht der aktuelle Stand der Arbeit aus?

 
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„… und es ist der letzte Endzweck dieses Werks, das ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft zu enthüllen …“

Vorwort zur ersten Auflage, Karl Marx-Friedrich Engels-Werke, Band 23, "Das Kapital", Dietz Verlag, 1968

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„‚Das Kapital‘ wird auf dem Kontinent oft ‚die Bibel der Arbeiterklasse‘ genannt.“

Vorwort zur englischen Ausgabe von 1886

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„Der letzte Abschnitt des ersten Kapitels, ‚Der Fetischcharakter der Ware etc.‘, ist grossenteils verändert.“

Nachwort zur zweiten Auflage, Karl Marx-Friedrich Engels-Werke, Band 23, "Das Kapital", Dietz Verlag, Berlin, 1968

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„…auf mich fiel nun die Pflicht, die Herausgabe sowohl dieser dritten Auflage wie des handschriftlich hinterlassenen zweiten Bandes zu besorgen.“

Vorwort zur dritten Auflage. Karl Marx-Friedrich Engels-Werke, Band 23, "Das Kapital", Bd. I, Dietz Verlag, Berlin/DDR 1968

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„Die Arbeit ist das Mass des Werts.»

Vorwort zum zweiten Band. Karl Marx-Friedrich Engels-Werke, Band 24, „Das Kapital“, Bd. II, Dietz Verlag, Berlin/DDR 1963

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„Die vierte Auflage forderte von mir eine möglichst endgültige Feststellung des Textes.“

Vorwort zur vierten Auflage. Karl Marx-Friedrich Engels-Werke, Band 23, "Das Kapital", Bd. I, Dietz Verlag, Berlin/DDR 1968

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"Bleibe ich gesund, dann kann der Druck noch diesen Herbst beginnen"

Karl Marx - Friedrich Engels - Werke, Band 24, "Das Kapital", Bd. II, S. 27 – 28, Dietz Verlag, Berlin/DDR 1963

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„Für das dritte lag eben nur ein, noch dazu äusserst lückenhafter, erster Entwurf vor.“

Vorwort zum dritten Band des Kapital, Dietz Verlag, 1968

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„Die Untersuchungsmethode, deren ich mich bedient habe (…), macht die Lektüre der ersten Kapitel ziemlich schwierig...“

Vor- und Nachwort zur französischen Ausgabe. Karl Marx-Friedrich Engels-Werke, Band 23, "Das Kapital", Bd. I, Dietz Verlag, Berlin/DDR 1968

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„Kein fruchtbares Studium des ‚Kapital‘ ist möglich ohne Geduld.“

Das Kapital – Vorwort von Karl Kautsky zur Ausgabe von 1914, Verlag von J. H. W. Dietz Nachfolger Stuttgart, 1914

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„Was das Proletariat zuerst braucht, ist das Klassenbewusstsein.“

Vorwort zur Volksausgabe des 2. Bands des Kapital, besorgt von Karl Kautsky. J.H.W. Dietz Nachfolger, 1926

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„Es ist kein Zufall, dass sich die Hauptwucht vor allem gegen das Grundeigentum richtet."

Vorwort zur Volksausgabe des 3. Band des Kapital von Benedikt Kautsky, J. H.W. Dietz Nachfolger, 1929

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„Keiner hat so wie er die Grundlinien der Entwicklung klargelegt.“

Das Kapital – Im Zusammenhang ausgewählt und eingeleitet von Benedikt Kautsky. Alfred Kröner Verlag, Leipzig, 1929

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„Seine eigenen Worte so vorzubringen, dass jedermann sie verstehen kann.“

Das Kapital – Gemeinverständliche Ausgabe, besorgt von Julian Borchardt. E. Laubsche Verlagsbuchhandlung, 1931

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„Zweifellos das tiefste und revolutionärste Werk der Weltliteratur.“

Vorrede des Marx-Engels-Lenin-Instituts von Vladimir Viktorovic Adoratskij, Verlag für Literatur und Politik Wien, 1932

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„Das ‚Kapital‘ gehört keiner einzelnen Wissenschaft allein an.“

Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie. Karl Korsch, Gustav Kiepenheuer Verlag, 1932

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„Diese Theorien sind um so gefährlicher, als sie in scheinrevolutionärem Gewand auftreten.“

Vorbemerkung des Marx-Engels-Lenin-Instituts zum zweiten Band, Verlag für Literatur und Politik, 1933

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„Marx liefert eine vernichtende Kritik der Vulgärökono­mie.“

Vorbemerkung des Marx-Engels-Lenin-Institut zur Volksausgabe des dritten Bands, Ring-Verlag A.-G., 1933

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„Das Kapital schöpft seine Wirkung aus dem Erklä­rungsmodell der Produktionsweise.“

Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie. Hans Schilar, Faber & Faber

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