Marx als Migrant – Eine digitale Erzählung

Karl Marx führte lange Zeit ein Leben als Migrant. Er floh vor dem preussischen Staat, vor Pressezensur, vor Verhaftung. Paris, Brüssel und London waren wichtige Stationen seiner Flucht. Sie prägten seine politischen Aktivitäten, die Auseinandersetzung mit politischen Weggefährten ebenso wie seine geistige Entwicklung und damit sein Werk.

Per Mausklick kann man Marx als Migrant von Stadt zu Stadt folgen und wird dabei nicht nur in die damalige Zeit eintauchen, sondern auch feststellen: bis heute sind Spuren in Paris, Brüssel und London zu finden.

Jede Station dauert etwa 45 Minuten.

Kontakt: info@marx200.org

Marx als Migrant

  • London
  • Die letzten Jahre

Eine Sehenswürdigkeit: Marx‘ Grab auf dem Highgate Cemetery

Vier von Marx’ Enkeln sterben noch zu seinen Lebzeiten, 1881 stirbt seine Frau, im Januar 1883 seine Tochter Jenny. Marx selbst ist zu der Zeit immer wieder schwerkrank, leidet an Bronchitis, Rippenfell-, Lungen- und Kehlkopfentzündungen, das Schreiben fällt ihm zunehmend schwer. Als Engels ihn am 14. März 1883 wie üblich besucht, findet er Marx tot in seinem Sessel vor. Drei Tage später wird Marx auf dem Highgate Cemetery neben seiner Frau bestattet – nur eine Handvoll Trauergäste ist zugegen.

Im September 2017 macht die Pförtnerin des Highgate Cemetery auf dem Friedhofsplan ein Kreuz für „Charlie“, noch bevor der Besucher die Frage nach der Grabstelle zu Ende gestellt hat. Karl Marx‘ Grab – seit den 1950er Jahren ein mannshohes Denkmal, das Marx selbst sicher verabscheut hätte – ist eine Sehenswürdigkeit. Die Blumen darauf sind frisch.

Friedrich Engels zum Begräbnis seines Freundes: